Unterrichtsqualität und Leistung unter Einbeziehung kooperativer Lernformen

+ Wir entwickeln einen innovativen Unterricht und meinen damit höchste Kompetenzorientierung. Da ist kooperatives Lernen ein Teil.

+ Wir meinen das Lernen im Miteinander, das Lernen vom Anderen, das Lernen vom Ich zum Du, das Lernen im Philosophieren und Problematisieren, das Lernen durch Entwerfen und Verwerfen von Ideen und Problemlösungsstrategien, das Lernen durch Präsentieren, das Lernen durch Agieren, Sprechen und Zuhören, das Lernen durch Impulse und nicht durch vorgekauten Wissensbrei.

+ Wir möchten Schüler/Schülerinnenzentrierung und nicht mehr Lehrer/Lehrerinnenzentrierung.

+ Wir meinen damit hohe Feedbackkultur und hohe Teamkompetenz.

+ Wir meinen damit Freude und Begeisterung am Lernen durch Interessens- und Begabungsförderung. (Ein spezielles Zeitfenster: TRIANGLE als Verbindung vom Vormittag zum Nachmittag siehe Anhang.)

+ Wir meinen damit bewegten Unterricht und nicht Unterricht und dann Bewegung als Sport in einzelnen Stunden (Lerninseln, schuleigene Tools: Lernteppich, Lernfenster).

+ Wir meinen miteinander und voneinander lernen, ohne Stigmatisierung.

+ Wir meinen größtmögliche, individuelle Leistung bei hohem Persönlichkeitsentwicklung und bestmöglicher Zufriedenheit.

+ Wir meinen Vernetzung mit anderen Schulen (Physik in einer NMS), um einige von unseren Schülern/Schülerinnen als Peers in die anderen Klassen und in Kindergärten schicken zu können und damit Botschafter des Wissens zu entwickeln.

+ Wir meinen auch Lernen in Verbindung mit Glück.

+ Wir meinen Diversität und Heterogenität als Basis allen Seins und Lernens.

+ Wir meinen Englisch als Vermittlungssprache zwischen vielen Sprachen. Die Kooperationssprache verbindet unsere multikulturelle Schulwelt.

+ Wir unterrichten so oft wie möglich in der Transportsprache Englisch. Mal ist es ein Block Mathematik, mal ist es Sachunterricht. Das entscheidet der Coach, je nach Verlangen seiner/ihrer Schützlinge.

+ Wir unterstützen hochtalentierte Kinder. Diese verbringen probeweise 1-2 Vormittage, aber mind. 6 Wochen lang, in Gymnasien, wo sie den dortigen Stoff mitlernen. Wir wollen so verhindern, dass besonders talentierte Kinder mit zu wenig Fachwissensnahrung in der Grundschule verhungern.

+ Wir wollen im Werkunterricht Schulstufen übergreifend, schülerzentriert unterrichten. Es wird Angebotsinseln geben. Hier werden die Kinder selbst aussuchen dürfen, mit welchen Material sie das Unterrichtsziel erreichen wollen.

+ Wir vernetzen uns z.B. mit dem Physiotherapie-Ambulatorium der Stadt Graz. Eine Klasse wird speziell zu Gesundheitscoaches ausgebildet. Diese Kinder gehen dann als Peers in andere Klassen und vielleicht in weiterer Folge in Kindergärten.

+ Wir arbeiten mit dem Österreichischen Naturschutzbund ÖNJ zusammen. Hier machen wir gemeinsam Workshops im Grazer Urwald, bauen unseren naturnahen Schulhof weiter aus und übernachten sogar im Urwald.

 

 

Lebensraum Klasse und Schule

Unser 46 Jahre altes Schulhaus hat durch helle Nischen und weitläufige Gänge mit 2 Fluchttüren pro Gang das Potential, für einen modernen LERNCLUSTER. Es entsteht ein weitläufiges "Lernwohnzimmer".

 

Im Foyer und in den Gangnischen standen in den letzten Jahren „Lerninseln".

 

Aus jeder Klasse können in jeder Unterrichtsstunde 3 bewegungshungrige Dreierteams entsendet werden. So entsteht ein lern- und altersheterogenes Gefüge. Der Klassenlehrer /

die Klassenlehrerin wird Coach und kann wenige Teams in der Klasse betreuen.

 

Es kann

+ eine Leseinsel mit Sitzsäcken

+ eine multiflexible Tischgruppe (ergibt mit allen Teilen zusammengestellt eine Blume, die die Kinder schnell und leicht umstellen können.)

+ eine Teppich-Insel, auf der lernende Kinder lümmeln können

+ eine Bau-Insel, auf der die Kinder kreative, zielgerichtete Freilerneinheiten verbringen können + eine Bar-Tisch-Insel, auf der die Kinder wie „Große" sitzen und schreiben können

+ Stiegen-Inseln, wo Kinder mit Kleinteppichen lernen können

genutzt werden.

 

Durch die Gestaltung und den  Ausbau des großen, hügeligen Schulhofs gibt es auch hier einige, naturnahe Outdoor-Inseln. Eine sumpfige Stelle wird ein Minibiotop. Eine kleine Kräuterplantage gibt uns Beigaben für die tägliche Trinkwasserkaraffe und unser tägliches Pausenbrot.

 

Im Lerncluster gibt es eine kindgerechte Lernwand. Hier kann sich jedes Kind am Vormittag und am Nachmittag lernunterstützende Materialien heraussuchen und auf die Lerninseln mitnehmen.

 

Ältere Kinder sprechen/interagieren/lernen mit jüngeren Kindern und umgekehrt. Sind alle Inseln besetzt, finden Teams noch immer mit im Foyer gelagerten Teppichfliesen einen Wunscharbeitsplatz im Lernraum, im „co-learning-area" Schulhaus. Der Arbeitslärm muss von den Kindern selbst reguliert werden. Eigenverantwortlichkeit und Empathie werden so gefördert.

 

 

Schulmanagement und Personalentwicklung

"Mein Hauptanliegen gilt der Auseinandersetzung mit der Theorie rund um Erneuerungsprozesse und Management. Dies ermöglicht mir einen erweiterten Blick, die Erneuerung in einem anderen Bewusstsein dazu zu entfalten. Ich will auf alle Fälle eine TOP-DOWN- Agitation von meiner Seite aus verhindern.

 

Da ich mit meinem Lehrer und Lehrerinnenteam übereinkomme, meine Vision voranzutreiben, zu initiieren, zu starten, ein Pilotprojekt in der Schuleingangsphase anzudenken, können wir an die Arbeit gehen, innovativen, schülerzentrierten Unterricht zu implementieren.

 

Unsere Entwicklungsprozesse müssen entworfene, jedoch sich frei entfaltende Prozesse sein. Führung ist, dass Schule in Bewegung bleibt und sich weiterentwickelt, das positive Miteinander mit klaren Zielsetzungen für alle Beteiligten ,wenn meine kurzfristige Abwesenheit kein Problem für den Tagesablauf darstellt, wenn das Schulklima passt, die Kolleg/innen in ihrer Individualität wahrzunehmen und Rahmenbedingungen für die Erreichung eines gemeinsamen Zieles zu schaffen, für mich/uns den Ist-Zustand der Organisation zur Zufriedenheit aller beteiligten Gruppen weiter zu entwickeln, gemeinsam im Boot in ruhigen & stürmischen Zeiten dem Ziel entgegen zu gehen.

 

Gute Führung bedeutet für mich, in klar strukturierter und empathischer Form angestrebte Ziele unter Einbeziehung der Stärken aller schulischen und außerschulischen Partner/innen zu verwirklichen.

 

…Lehrer/innen so zu „leiten", dass ihre Arbeit zur bestmöglichen Entfaltung der sozialen, kognitiven und emotionalen Kompetenzen der Kinder führt.

…das Schiff Schule mit der Crew, der Fracht und allen Passagieren gut in den angepeilten Hafen zu steuern.

…mit gutem Beispiel vorangehen.

…als motivierendes Vorbild im Bereich Schulqualität klare Entscheidungen zu treffen.

 

Auf die Qualität der Leitung kommt es bei der Qualitätsentwicklung an.

Wie nehme ich Einfluss?

Worauf begründet sich meine Wirksamkeit?

Wann erlebe ich mich im Führen?

Wann bin ich der verantwortliche Akteur?"

 

Meine Antworten: Wenn alle Kollegen/Kolleginnen Hilfe von mir bekommen.

                Wenn ich alle in ihrem Tun unterstütze.

                Wenn ich voraus denke.

                Wenn ich dem System voraus bin.

                Wenn ich innovativen Unterricht fördere und fordere.

                Wenn ich für Irritation im Sinne von Change sorge.

                Wenn ich für Aufbruchsstimmung sorgen kann."

 

Beate Tiefenbacher-Gaminger